Physikalische Geodäsie

Die Bestimmung des Erdschwerefeldes ist eine der zentralen Aufgaben der Geodäsie.

Messung der Schwerebeschleunigung mit einem Absolutgravimeter

Das Schwerefeld wird durch die Summe des von der Massenverteilung in der Erde generierten Gravitationspotentials und des wegen der Erdrotation entstehenden Zentrifugalpotentials erzeugt.

Die ungestörte Ozeanoberfläche kann in erster Näherung als die Visualisierung einer Äquipotentialfläche des Erdschwerefeldes angesehen werden. Diese Fläche diente früher auch als Nullpunkt für unsere Höhensysteme. Heute wird der Nullpunkt durch Punkte mit sehr genau bekannten Koordinaten im erdfesten Internationalen Terrestrischen Bezugsrahmen und ihre Potentialwerte definiert.

Der Gradient des Erdschwerepotentials ist die Schwerebeschleunigung, die durch Gravimetrie gemessen werden kann. Aus Gravimetermessungen und aus Beobachtungen von Satellitenbahnen wird das Erdschwerefeld berechnet. Spezielle Satellitenmissionen zur Messung des Erdschwerefeldes wie GRACE und GOCE erlauben heute auch die Überwachung von Schwerevariationen. Diese geben Hinweise auf Massentransporte im Erdsystem in Folge von Klimaänderungen, geophysikalischen und hydrologischen Effekten.

Die Forschung am PSGD beschäftigt sich mit den Themengebieten:

  • Gravimetrie
  • Geoidbestimmung
  • Massentransport im System Erde

Forschungsgebiete Physikalische Geodäsie