SG_refsys

Bezugssysteme und Geokinematik

 

Im Rahmen des CERGOP-2/Environment EU Projektes wurde ein GNSS-Netzwerk zur Erdbeobachtung in Zentraleuropa eingerichtet Es umfasst ca.105 Stationen und deckt von der Ukraine bis nach Deutschland und von Polen bis nach Makedonien den zentralen Teil von Europa ab. Das Netz wird als Verdichtung des permanenten Europäischen Netzwerkes EPN alle zwei Jahre gemäß den Richtlinien des EUREF beobachtet und ausgewertet. Die erste Messung fand 1994 statt und die dadurch bis heute entstanden Zeitreihen und Stationsgeschwindigkeiten liefern einen wichtigen Beitrag zur Geokinematik Zentraleuropas.

In Zusammenarbeit mit dem Hessischen Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation wird das hessische SAPOS Netz im Hinblick auf Stabilität und regionale Abweichungen von den durch die Eurasische Platte für Gesamt-Europa bestimmten Krustenbewegungen analysiert. Ein Fokus liegt dabei auf dem Rheingraben und den durch Tektonik und menschengemachte Eingriffe verursachten Bodenbewegungen. Die Analyse zeitkorrelierter Daten mit speziellem Fokus auf GNSS-Stationskoordinaten spielt hierbei eine zentrale Rolle.

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. M. Becker, Dr.-Ing. Stefan Leinen

Antennen der GNSS-Station des PSG
Antennen der GNSS-Station des PSG