SG_altimetry

Satellitenaltimetrie

 

Seit dem Start der Seasat Mission im Jahre 1978 liefert die Radar-Altimetrie wichtige Erkenntnisse über die Beschaffenheit der Meeresoberfläche. Hierzu emittiert der Altimeter einen kegelförmigen Puls, welcher von der Meeresoberfläche zurückgestreut wird. Je nach Beschaffenheit der beleuchteten Oberfläche ändert sich die Form und Stärke des aufgezeichneten Signals. Dies wird ausgenutzt um Charakteristika der Meeresoberfläche wie Meeresspiegel, Wellenhöhe, Windgeschwindigkeit und weitere Parameter zu bestimmen.

Probleme treten in Küstennähe auf, da Reflektionen von Land oder Schiffen das Signal der Wasseroberfläche verschmutzen. Die Minimierung der Landkontamination in Küstennähe ist einer die Forschungsschwerpunkte am PSG, welche das Ziel haben die Qualität der gewonnenen Information zu verbessern. Weitere Themengebiete sind

  • Prozessieren von sogenannten Low-Level Daten um bessere Signale zu erhalten.
  • Entwicklung neuer Modelle zur realitätsnahen Beschreibung der aufgezeichneten Wellenformen.
  • Entwicklung neuer Strategien zur Extraktion von geophysikalischen Parametern von Inlandgewässern und in Küstennähe.

Das PSG hat in den Testgebieten Mittelmeerraum und in der deutschen Bucht als Testgebiete umfangreiche Studien durchgeführt. Die Deutsche Bucht ist ein Testgebiet mit Altimeter- und Pegeldaten sowie hochauflösenden Ozean- und Wettermodellen, die eine in-Situ Validierung ermöglichen.

Für weitere Informationen oder einen kurzen Einstieg in die Materie, empfehlen wir das Radar Altimetrie Tutorial von ESA und CNES, welches hier zu finden ist: http://www.altimetry.info/.

Ansprechpartner: M. Sc. Christopher Buchhaupt

Radar-Altimetrie-Prinzip
Prinzip der Radar-Altimetrie (Credits CNES/D. Ducros)