MI

Mikrowelleninterferometrie

 

Strukturanalyse

Microwave interferometry for bridge monitoring
Beobachtung von Brückenschwingungen mit dem FastGBSAR Sensor

Mit Mikrowellen Interferometern (MI) können Deformationen von Objekten z.B. entlang eines Profils eines Bauwerks mit einer Genauigkeit von bis zu 0,01 mm bei einer Messrate von bis zu 4 kHz bestimmt werden. Hierzu muss das zu untersuchende Objekt weder instrumentiert noch begangen werden, einzig eine freie Sicht darauf ist notwendig. Aus der Phase des empfangenen Radarechos wird mittels Interferometrie die Bewegung des Objekts in Blickrichtung des Sensors abgeleitet. Die Entfernung vom Sensor zum Objekt kann hierbei bis 4 km betragen. Auf diese Weise lassen sich Deformationen und Schwingungen bestehender Bauwerke auch im laufenden Betrieb schnell, hochgenau und kostengünstig erfassen und daraus die dynamischen Tragwerkseigenschaften ableiten. Typische Anwendungen sind Brücken, Schallschutzwände oder andere Bauwerksstrukturen.

Microwave interferometry for bridge monitoring
Typische Messkonfiguration bei Brückenmessungen

Flächenhafte Deformationen und Hangrutschungen

Microwave interferometry for landslide monitoring
Beobachtung von Hangrutschungen in einem Steinbruch mit dem IBIS Sensor

Mit dem bodengestützen Radar können nach Prinzip des interferometrischen Synthetic Aperture Radar flächenhaft Bewegungen großer Bauwerke und Strukturen bis zur Grüße von 2 Kilometern erfasst werden. Die Anwendungen von MI sind vielfältig im Bereich der Geowissenschaften, typische Anwendungen sind die Beobachtung on Naturgefahren wie Hangrutschungen, Gletschern, Deformationen von Vulkanflanken.

 

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Matthias Becker