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Lichtwiese

ILPS Arbeitsgruppe

Die Positionsbestimmung innerhalb von Gebäuden bzw. in überbauten Arealen (Indoor-Positionierung) gewinnt immer mehr an Bedeutung. Der Grund für die wachsende Nachfrage nach Möglichkeiten der Indoor-Positionierung liegt in der rasanten Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien in den letzten Jahren. Dies hat zum Aufkommen neuer, mobiler Anwendungen und Dienste geführt, bei denen die Lokalisierung eine entscheidende Rolle spielt. Allerdings ist die Positionsbestimmung innerhalb von Gebäuden mit den derzeitigen Systemen wie GNSS noch nicht umfassend gelöst.

Aus diesem Grund wurde 2006 eine Arbeitsgruppe (Leitung: Dr.-Ing. J. Blankenbach) am Geodätischen Institut der TU Darmstadt gegründet, die unterschiedliche Sensoren und Verfahren bezüglich ihrer Eignung für eine robuste und möglichst genaue Positionsbestimmung untersucht. Die Arbeitsfelder beziehen sich sowohl auf die Entwicklung von für die Positionierung geeigneten Systemen als auch auf die Datenverarbeitung und die zur Positionsfindung nötigen Auswerteverfahren.

Allgemeines zu ILPS

Indoor Local Positioning Systems oder kurz ILPS steht für verschiedene Systeme und Verfahren, die eine Positionierung in Bauwerken oder überbauter Bereiche ermöglichen. Auf dem Markt sind mittlerweile eine Vielzahl von Systemen bekannt, die eine Positionsbestimmung ermöglichen sollen. Dabei werden insbesondere aktive Systeme eingesetzt, welche elektromagnetische Wellen oder Schallwellen als Informationsträger verwenden, um damit eine Lokalisierung durchzuführen. Eine Auswahl von Methoden sind in der nachstehenden Tabelle bzgl. Verfahren, Genauigkeit etc. gegenübergestellt:

  Messmethode Verfahren Genauigkeit Position
UWB Funkwellen Lateration, Angulation wenige cm 3D
Bluetooth Funkwellen Lateration m-Bereich 2D
WLAN Funkwellen Signalstärkebasiertes Verfahren (RSSI) m-Bereich 2D
Ultraschall Schallwellen Lateration cm-Bereich 3D
RFID Funkwellen Signalstärkebasiertes Verfahren (RSSI) m-Bereich 2D