Forschungsgebiete im Fachgebiet

Aktuelle Forschungsgebiete

  • Deformationsanalyse von Bauwerken und geotechnischen Objekten
  • Alarmsysteme
  • Ortung und Navigation
  • Geoinformationssysteme

Entwicklung von Methoden zur Quantifizierung von parametrischen Modellen für dynamische Deformationsprozesse

Bei diesem Forschungsthema handelt es sich speziell um die Identifikation von dynamischen Deformationsmodellen mit Methoden der adaptiven Kalman-Filterung. Ein Schwerpunkt ist hierbei die Modellierung von nicht-stationären thermischen Prozessen zur Beschreibung des Wärmeflusses in Bauwerken und Maschinenelementen als Grundlage zur Beschreibung und Kompensation von thermischen Deformationsprozessen.

Entwicklung von wissensbasierten Alarmsystemen von Hangrutschungen

Ein Schwerpunkt ist hierbei die numerische Modellierung von gefährdeten Rutschhängen mit Finite Difference (FD-), Finite Element (FE-) oder Distinct Element (DE-) Methoden. Die Modellanpassung an die dynamischen geomechanischen Prozesse soll mittels adaptiver Kalman-Filterung erfolgen. Das Alarmsystem selbst ist als wissensbasiertes System geplant, um auch heuristisches Expertenwissen zu integrieren. Die praktische Umsetzung wird u.a. in einem Projekt des Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) durchgeführt: „KASIP = Knowledge-Based Alarm System with Identified Deformation Predictor“.

Indoor-Positionierung

Simulationsbild UWB

Die Positionsbestimmung in Gebäuden bzw. in überbauten Arealen (Indoor-Positionierung) gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Der Grund für die wachsende Nachfrage nach Möglichkeiten der Indoor-Ortung liegt in der rasanten Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien in den letzten Jahren. Dies hat zum Aufkommen neuer (mobiler) Anwendungen und Dienste geführt, bei denen die Lokalisierung eine entscheidende Rolle spielt. In einer Arbeitsgruppe des Geodätischen Instituts wird das Problem der präzisen Positionierung in Indoor-Umgebungen auf der Basis von Ultra-Wide-Band-Signalen und künstlichen Magnetfeldern untersucht.

Interoperabilität von Geodaten – Vision oder Realität?

Die zunehmende Verbreitung und Verfügbarkeit räumlicher Datenbestände erfordert Lösungsansätze, die es ermöglichen, verschiedene Datenbestände integriert zu verarbeiten, ohne dass sie vorher ein System konvertiert worden sind. Unter dem Stichwort „Interoperable GIS“ wird nach Methoden und Strategien gesucht, sowohl Daten als auch Dienste „on demand“ integrieren zu können. Dabei kommt besonders der Datenhaltung eine Schlüsselrolle zu. Im Rahmen des Forschungsvorhabens werden die Verfahren der Datenhaltung von Geodaten untersucht und Strategien entwickelt, die Daten und ihre Dienste interoperabel zu nutzen.

Geodaten-Infrastruktur Südhessen

Im Rahmen des Projektes GDI-Südhessen, welches zusammen mit der Hessischen Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation (HVBG) durchgeführt wird, sollen konkrete Leitprojekte identifizieren und anschließend umgesetzt werden. Diese Leitprojekte sind typische kommunale Prozesse, die unter Verwendung von bestehenden Diensten, Daten und Komponenten der GDI-Hessen realisiert werden sollen. An diesen Projekten soll beispielhaft eine funktionierende Geodaten-Infrastruktur im Südhessischen Raum realisiert werden.