Was ist Geodäsie?

Geodäsie und Geoinformation – was ist das überhaupt?

 

Was ist Geodäsie?

Geodäten sind überall die Ersten. Sie bestimmen Form und Schwerkraft der Erde im Großen wie im Kleinen, überwachen Bauwerke wie Staumauern und Windkraftanlagen, erfassen und dokumentieren rechtliche und tatsächliche Grundstücksgrenzen und vieles mehr.

Schon seit dem Altertum beschäftigt sich die Geodäsie mit der Form der Erde, aber auch mit praktischen Fragen, wie der Neuvermessung der Felder im alten Ägypten nach jeder Nilüberflutung. Bis auf den heutigen Tag aktuell geblieben ist z.B. die Frage nach der Figur der Erde: ist sie eine Scheibe, eine Kugel, oder hat sie eine „Kartoffel“-Form? Die Antwort „Kartoffel“ ist zwar übertrieben, aber wenn man sich die ganze Erde mit Wasser überschwemmt vorstellt, zeigen sich an den Polen Abweichungen von ca. 20 km im Vergleich zu einer Kugel und noch unregelmäßig verteilte Dellen von bis zu 100 m Höhe bzw. Tiefe im Vergleich zu dem sogenannten Rotationsellipsoid – das entspricht immerhin einem ca. 30-stöckigen Hochhaus (die so definierte „Kartoffel“ wird als Geoid bezeichnet: es ist im Bild dargestell, wobei die Abweichungen zur Kugel überhöht sind).

Die Geodäsie beschäftigt sich sowohl mit solchen globalen, wissenschaftlichen Fragestellungen als auch mit kleinräumigeren Aufgaben von der Festlegung und Bestimmung von Ländergrenzen bis hinunter zum einzelnen Grundstück, sowie mit der Vermessung der unterschiedlichsten Objekte von kleinsten Werkstücken bis zu riesigen Baustrukturen.