Physikalische Geodäsie

Geodäsie und Geoinformation: Was ist das?

 

Physikalische Geodäsie

Zur Beschreibung der Erde und Ihrer Veränderungen liefert die Physikalische Geodäsie die Grundlagen. Um die Größe und Figur der Erde zu bestimmen, werden die verschiedensten Methoden eingesetzt: zum Beispiel Lasermessungen zu Satelliten und den Reflektoren auf dem Mond, Beobachtungen mit großen Antennen zu nicht-sichtbaren extragalaktischen Radioquellen und Altimetrie mit Radar-Abtastungen der Meeresoberfläche von Satelliten aus. Beschleunigungsmesser in Satelliten und Flugzeugen erfassen das Erdschwerefeld. Mit globalen Navigationssystemen, Nivellement und Schweremessungen werden terrestrische Koordinatenänderungen erfasst. Das System Erde wird mit seinen verschiedenen Auswirkungen betrachtet:

  • Veränderung der Erdrotationsachse und der Tageslängen
  • Veränderungen im Erdschwerefeld und deren Auswirkungen auf Höhen, Meer und Satellitenbahnen.
  • Veränderungen der Erdoberfläche durch Plattentektonik und andere Einflüsse
  • Veränderungen des Meeresspiegels und der Erd- und Meeresgezeiten
  • Ozeanische Strömungen.
  • Veränderungen von Höhen und Koordinaten der Referenzpunkte

Durch die Einrichtung von globalen Referenzsystemen und die Erdüberwachung könne kleinste Veränderungen in Folge des Klimawandels und anderer natürlicher und menschlicher Einflüsse auf die Erde und daraus entstehenden Massenänderungen in und auf der Erde überwacht werden.

Plattenbewegungsmodel REVEL
Plattenbewegungsmodel REVEL