Konsekutive Studiengänge

Überblick über die Studiengänge

 

Konsekutive Studiengänge

Im Rahmen des sogenannten Bologna-Prozesses werden sogenannte konsekutive, d.h. zweistufig aufeinander aufbauende Bachelor- und Master-Studiengänge eingeführt. Beide Studiengänge enden in berufsqualifizierenden Studienabschlüssen. Damit verbunden ist die Ablösung und Aufgabe der traditionellen (einstufigen) Diplomabschlüsse.

Hintergrund

Hintergrund dieser Reform der Studiengänge ist der erwähnte Bologna-Prozess. Er bedeutet die tiefgreifendste Hochschulreform der letzten Jahrzehnte und wird durch die Bildungsminister der europäischen Staaten vorangetrieben (mittlerweile beteiligen sich 45 europäische Staaten). Initiert wurde dieser Prozess durch die Bologna-Deklaration 1999. Für detaillierte Information über den Bologna-Prozess sei auf die Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung verwiesen (folgen Sie dort den Rubriken „Bildung“, „Hochschulreform“, „Bologna-Prozess“).

Zielsetzung

Ziel des Bologna-Prozesses ist die Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulraums mit einer Vergleichbarkeit und Anerkennung von Studienabschlüssen und der Förderung der Mobilität von Studierenden und wissenschaftlichem Personal. Die wesentlichen, in diesem Kontext relevanten Ziele sind:

  • Ein System leicht verständlicher und vergleichbarer Abschlüsse, das dem heutigen Berufsumfeld mit der dort geforderten Flexibilität entspricht. Dieses wird durch die Einführung eines zweistufigen Systems von Studienabschlüssen in Form der Bachelor/Master-Struktur realisiert.
  • Die Förderung der Mobilität für Studierende, um somit einen Wechsel des Studienorts oder Auslandssemester zu erleichtern. Dazu wird das European Credit Transfer System (ECTS) und die Modularisierung der Studiengänge eingeführt, so dass Studien- und Prüfungsleistungen transparent bewertet werden und von Hochschule zu Hochschule übertragbar sind.
  • Die Sicherstellung der Qualität der Lehre durch die vorgeschriebene Akkreditierung neuer Studiengänge sowie die fortlaufende Evaluation der Lehre.
  • Die Einbindung der Promotion und Doktorandenausbildung als dritte Stufe, unter anderem um durch eine engere Verzahnung mit der Forschung die Aktualität der Lehre zu verbesseren.

Vorteile

Die folgenden Vorteile ergeben sich für die Studierenden unmittelbar aus diesem Reformprozess:

  • Studien- und Prüfungsleistungen können bei einem Wechsel des Studienorts, sowie einem Auslandssemester durch das ECTS 'mitgenommen' werden. Als Studierender verliert man somit keine wertvolle Zeit sondern gewinnt durch die Erfahrung im Ausland oder an einem weiteren Studienort.
  • Die Abschlüsse sind international anerkannt und vergleichbar. Dadurch wird der Berufseinstieg im Ausland oder bei ausländischen Firmen wesentlich erleichtert.
  • Der Absolvent hat nach dem Bachelor die freie Entscheidung zwischen einem frühen Berufseinstieg und einer wissenschaftlichen Weiterqualifizierung in einem Master-Studiengang.
  • Nach dem Master-Abschluss hat der Absolvent die freie Entscheidung zwischen einer beruflichen Tätigkeit und der wissenschaftlichen Weiterqualifizierung durch eine Promotion.

Der Fachbereich Bauingenieurwesen und Geodäsie der Technischen Universität Darmstadt hat bereits frühzeitig die Umsetzung dieser Reformen betrieben. Daher werden die Bachelor- und Master-Studiengänge nach erfolgreicher Akkreditierung bereits seit dem Wintersemester 2004/2005 angeboten. Damit übernimmt die TU Darmstadt für die Bachelor- und Master-Studiengängen im Bereich Geodäsie und Geoinformation bundesweit eine Vorreiterrolle. Mit der Einbindung der Möglichkeit zur Promotion ergibt sich das in der Grafik skizzierte dreistufige System der akademische Qualifizierung mit einer flexiblen Wahl bezüglich des Zeitpunkts zum Berufseinstieg.