Fachgebiete: Kurzinfo GMSS

Lichtwiese

Geodätische Messsysteme und Sensorik

 

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Die Tätigkeitsfelder des Fachgebietes treten in den unterschiedlichsten Sparten der Ingenieurwissenschaften auf. Die drei Hauptfelder, in denen das Fachgebiet ausbildet und forscht sind das Bauwesen, die Industrievermessung (Maschinen- und Anlagenbau) sowie der Bereich der Geoinformationssysteme.

Ingenieurvermessung im Bauwesen
Ingenieurvermessung im Bauwesen

Zum Bauwesen gehört die Erzeugung von Bestandsplänen, die Schaffung von hochgenauen Ingenieurnetzen als Grundlage für die Realisierung von Bauwerken, die gesamte Bau begleitende Vermessung (Bauwerksabsteckung und -aufnahme) und das Bauwerksmonitoring durch Deformationsanalysen und -interpretationen. Diese Tätigkeiten werden in enger Zusammenarbeit mit Bauingenieuren, Geotechnikern, Geologen und Geophysikern realisiert.

Industrievermessung
Industrievermessung

In der Industrievermessung liegt der Tätigkeitsbereich in der Entwicklung, Kalibrierung und Anwendung von mechanischen, elektrischen und elektro-optischen Messsystemen, welche in der Lage sind, Messungen hochfrequent, extrem präzise und möglichst automatisiert durchzuführen. Die Messsysteme dienen zur Qualitätskontrolle der erzeugten Produkte. Die Industrievermessung ist außerdem in die Planung, Präzisionsabsteckung und Überwachung von technischen Anlagen involviert.

Das Prinzip GIS: Darstellung von „intelligenten“ Geo-Daten, u.a. eine Objektklasse Bäume, in einem verbreiteten Earth Viewer
Geoinformationssystem – Nutzeroberfläche

Geoinformationssysteme (GIS) sind computergestützte Instrumente zur Erfassung, Modellierung, Verwaltung, Analyse sowie Visualisierung raumbezogener Informationen. Raumbezug bedeutet, dass die Daten immer einen Bezug zur Erdoberfläche aufweisen. GIS haben auf den ersten Blick sehr viel mit traditionellen, analogen Karten (wie Stadtkarten, Wanderkarten,…) gemein und es existieren große Schnittmengen zu modernen webbasierten Karten- Viewern (z.B. Google Earth).

Arbeiten mit einem GIS: Oberfläche GeoMedia Professional. Daten: TK50 Blatt L5520 Schotten, Gewässernetz Eichelbach und Einzugsgebiet Eichelbach
Geoinformationssystem – Nutzeroberfläche

GIS gewinnen ihre Stärke aus der Fähigkeit, unterschiedlichste Geometrien (Länder, Städte, …) z.B. in Form von Flächen, Linien und Punkten lagegenau darzustellen und mit Sachinformationen (Name des Landes, Anzahl der Einwohner pro Stadt, …) zu verknüpfen, um anschließend vielfältige Analysen durchzuführen. Dies dient beispielsweise der Liegenschaftsverwaltung, der Standortplanung oder einem effizienten Katastrophenmanagement. Aufgrund ihres interdisziplinären Charakters haben sich Geoinformationssysteme in zahlreichen Fachdisziplinen und unterschiedlichsten Wirtschaftszweigen etabliert.