Aktuelle Herausforderungen für Immobilien- und Grundstückswertermittlung

Sowohl der demographische als auch der ökonomische Wandel haben Auswirkungen auf die Immobilienwerte. Sie verursachen Veränderungen im Bereich von Angebot und Nachfrage in regionalen Immobilien(teil)märkten. Dabei sind zwei Prozesse relevant: Eine sinkende Bevölkerung in schrumpfenden Regionen bewirkt eine insgesamt sinkende Nachfrage nach Immobilien (quantitative Veränderungen). Gleichzeitig führt der steigende Anteil älterer Menschen zu Veränderungen hinsichtlich der Anforderungen an Immobilien (qualitative Veränderungen). Eine Folge sind zunehmend zu verzeichnende Leerstände in den Immobilienteilmärkten. Die Leerstandssituation wird zudem dadurch verstärkt, dass bestehende Immobilien nur mittel- bis langfristig an solche Veränderungen anpassbar sind, da Planungs-, Genehmigungs- und (Um-)Bauphasen entsprechend Zeit in Anspruch nehmen. Dem gegenüber steht der finanzielle Aufwand für Neubauten. Im Rahmen der Immobilienwertermittlung sind unter Berücksichtigung der Anforderungen der Immobilienwertermittlungsverordnung diese Aspekte zu analysieren.

Ansprechpartner: Silja Lockemann